Nationalparktage auf Juist

Keine Sorge um Zugvögel im Wattenmeer: Die 10. Nationalparktage auf Juist endeten mit 123 gezählten Vogelarten und einem neuen Rekord.

Pfuhlschnepfen auf Juist während der Zugvogeltage (Foto: © Thomas Wesseler)

Die Sorge, dass weniger Zugvögel ihre Rast im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer verbringen, war dieses Jahr unbegründet. Im Gegenteil wurden bei dem sogenannten „Aviathlon“, dem Wettkampf um die meisten Tiere, mit insgesamt 222 Vogelarten so viele wie noch nie gezählt. Rund um die Insel Juist ließen sich immerhin 123 Arten nieder.

Juist bietet für die Tiere mit dem an der Westspitze gelegenen Billriff, der vorgelagerten Kachelotplate und der unbewohnten Vogelinsel Memmert insbesondere für Alpenstrandläufer und Pfuhlschnepfen optimale Bedingungen. Zu bestimmten Zeiten hält sich dort über ein Prozent des gesamten Weltbestandes auf. Juist spielt darum auch international eine Rolle als Raststätte für Zugvögel.

„In diesem Jahr hat uns das zuerst windstille Wetter eine große Anzahl an Singvögeln und dann, mit aufkommendem Wind, viele Hochseevögel beschert“, berichtet Jens Heyken, Leiter des Nationalpark-Hauses Juist. Er stellt zusammen mit seinem Team, der Nationalparkrangerin Alexandra Kellner, dem Dünenwart Frank Rabenstein und den Freiwilligen des NLWKN jährlich ein spannendes Programm für Gäste zusammen, die zu den Zugvogeltagen nach Juist reisen.

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Nationalparktage mit buntem Programm

Es werden Radtouren und Spaziergänge unternommen und die besten Spots gezeigt, um die Tiere hautnah zu erleben. Durch das breite und fundierte Fachwissen aller Beteiligten öffnen sich Türen zu einer faszinierenden Welt, in der der Mensch wenig verloren zu haben scheint. „Wenn man einmal die unzähligen Vögel am Billriff erlebt hat, wächst automatisch das Verständnis für den Schutz der Tiere“, so Heyken. Tatsächlich ist es wichtig, die Tiere in Ruhe zu lassen, denn sie brauchen Kraft für die lange Reise. Ein ständiger Wechsel des Schlafplatzes durch Ruhestörung würde sie schwächen.

Wie schon in den vergangenen Jahren fand in der Domäne Bill an der Westspitze von Juist im Rahmen des Programms ein Expertendinner statt, zu dem auch Gäste willkommen sind. In diesem Jahr berichtete unter anderem Britta Schmidt, Nationalparkbetreuerin für die Insel Juist aus der Nationalparkverwaltung, über die Rast der Zugvögel im diesjährigen Partnerland Guinea-Bissau, das ebenfalls Wattgebiete besitzt.

Die Zugvogeltage finden jeweils am zweiten Oktoberwochenende für eine Woche statt. Im nächsten Jahr beginnen sie am 12. Oktober 2019. Zusammen mit dem Partnerhotel Friesenhof bietet das Nationalpark-Haus Juist auch eine Pauschalreise mit Übernachtung und Programm für Gäste an. Sieben Übernachtungen gibt es ab 1.400 Euro im Doppelzimmer inklusive Frühstück und Programm sowie Fahrrädern und vielem mehr.

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