Die Feuerwehr ist bereit

Das Team Krisenmanagement ist einsatzbereit und die Feuerwehr Norden hat ihre Herbstübung bei Onno Behrends Tee absolviert.

Bereits bei der Jahresdienstversammlung im Januar 2017 kündigte Stadtbrandmeister Thomas Kettler an, innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr Norden ein Krisenmanagement ins Leben zu rufen. Diese Überlegungen wurden konkreter nach einem tragischen Einsatz im Oktober 2017, bei dem viele Angehörige und Familienmitglieder eines Unfallopfers seelisch betreut werden mussten.

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Psychosoziale Notfallversorgung

v. l. n. r.: Timo Ellßel, Diana Borchelt, Jessica Petke, Christian Cordes, Neele Hausberg, Robert Odametey, Timo Frodermann und Manuel Steinlandt (Foto: U. Bents)

Im vierten Quartal 2017 wurde dann innerhalb der Norder Wehr geschaut, welche Kameradinnen und Kameraden sich für diese schwierige Aufgabe bereiterklären und auch hierfür geeignet sind. Seit Mai 2018 wurden dann insgesamt sieben Kameradinnen und Kameraden in 40 Unterrichtseinheiten in Psychosozialer Notfallversorgung (PSNV) zur Mitarbeit in psychosozialen Akuthilfen geschult. Die Schulungen wurden durch Diana Borchelt an mehreren Wochenenden im Hilfeleistungszentrum durchgeführt. Weitere 40 Unterrichtseinheiten zur Vertiefung des Erlernten werden noch folgen. Zusätzlich dazu trifft sich die Gruppe in regelmäßigen Abständen zum Erfahrungsaustausch.

Bei der PSNV soll betroffenen Einsatzkräften aber auch anderen Personen wie z. B. Angehörigen von Unfallopfern oder Ersthelfern sowohl präventiv als auch in akuten Notfällen psychosozial betreut werden. Dabei möchte die Gruppe auf keinen Fall die bereits bestehenden Strukturen der Notfallseelsorge im Landkreis Aurich ersetzen, sondern vielmehr im Einsatzfall Erstmaßnahmen einleiten und dann anwesende Notfallseelsorger unterstützen. Die Gruppe ist mit der heute abgeschlossenen Schulung einsatzbereit. Das gilt für den Zuständigkeitsbereich der Freiwilligen Feuerwehr Norden, aber auch, sofern von anderen Organisationen angefordert, darüber hinaus.

 

Herbstübung bei Onno Behrends Tee

Am Dienstagabend, 16. Oktober fand bei spätsommerlichen Temperaturen die traditionelle Herbstübung der Freiwilligen Feuerwehr Norden statt. Übungsobjekte waren diesmal die Gebäude der Fa. Onno Behrends Tee an der Straße Am Fridericussiel im Norder Ortsteil Süderneuland I. Ausgearbeitet wurde die Übung durch Löschmeister Volker Leubner und Hauptlöschmeister Uwe Bents.

 

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Die Lage

Durch Schweißarbeiten auf dem Dach des Fertigwarenlagers ist es zu einer starken Rauchentwicklung innerhalb des Gebäudes gekommen. Die automatische Brandmeldeanlage des Objektes schlug daraufhin Alarm. Die kooperative Regionalleitstelle Ostfriesland (KRLO) alarmierte daraufhin gem. Alarm- und Ausrückeordnung (AAO) den Stadtbrandmeister und seinen Stellvertreter sowie das Hilfeleistungstanklöschfahrzeug und das Löschgruppenfahrzeug-Logistik.

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Herbstübung bei der Fa. Onno Behrends (Foto: U. Bents)

Vor Ort angekommen übertrug Stadtbrandmeister Thomas Kettler die Einsatzleitung auf den Zugführer des III. Zuges, Fokko Schumann. Nach kurzer Lageerkundung lies dieser daraufhin die komplette Freiwillige Feuerwehr Norden sowie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) nach alarmieren.

Durch den Einsatzleiter wird zunächst die Menschenrettung veranlasst. Insgesamt 13 Personen, dargestellt durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die in die angrenzenden Lagerhalle geflüchtet waren, mussten von Trupps unter schwerem Atemschutz gerettet werden. Die geretteten Personen wurden dem DRK zur weiteren Versorgung übergeben. Eine Person war auf das Dach des Fertigwarenlagers geflüchtet und musste über eine Schiebeleiter gerettet werden. Eine zweite Person war unter einem Flurförderfahrzeug eingeklemmt und musste mittels eines Hebekissens befreit werden. Beide Personen wurden jeweils durch Übungspuppen dargestellt.

 

Nur wenige Kritikpunkte

Parallel dazu wurden zwei Wasserversorgungsstrecken aufgebaut. Eine vom Wassersportverein an der Raiffeisenstraße zum Objekt. Eine zweite vom Feuerlöschbrunnen auf dem Gelände des ZOB an der Bahnhofstraße. Zur Überquerung der Bahnhofstraße mussten Schlauchbrücken aufgebaut werden. Der Verkehr in Richtung Stadtmitte wurden über den ZOB umgeleitet, den Verkehr stadtauswärts regelte eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Norden. Insgesamt wurden über 700 Meter B-Schläuche verlegt.

In der anschließenden Übungsnachbesprechung in den Räumlichkeiten des Hilfeleistungszentrums wurden noch einige Kritikpunkte angesprochen. Der Vertreter der Fa. Onno Behrends Tee, Herr Kruse, bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute. In seinen Augen war es ein strukturierter Übungsablauf.

(Freiwillige Feuerwehr Norden – Team Medienbetreuung & Einsatzdokumentation, Uwe Bents)

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