Die Klangwelt der Renaissance

Das Saxophonquartett „Art of Sax“ um Falko von Ameln bringt am 9. Juni die Klangwelt der Renaissance ins Bürgerhaus Norden.

Am Samstag, dem 09. Juni spielt „Art of Sax“ zwei Messen aus der Renaissance im Bürgerhaus. „Art of Sax“ ist ein Saxophonquartett um den in Norden lebenden Falko von Ameln. Er spielt das Sopransaxophon. Mit dabei sind Pascal Schweren aus Essen am Altsaxophon, Tobias Klug aus Köln am Tenorsaxophon und Christine Hörmann, ebenfalls aus Köln am Baritonsaxophon.

Das Saxophonquartett „Art of Sax“ um Falko von Ameln bringt am 9. Juni die Klangwelt der Renaissance ins Bürgerhaus Norden. (Foto: Tobias Klug)

In einer oft durch Hektik und Unruhe geprägten Zeit stellt die Musik der Renaissance für viele Menschen die musikalische Verkörperung von Stille und Einkehr dar. „Die Klangwelt der Renaissance“ versetzt die Hörer/innen in eine Welt der Innerlichkeit und der spirituellen Vertiefung. Zwei ausgewählte Meisterwerke der Renaissance eröffnen ein intensives meditatives Klangerlebnis auf hohem musikalischem Niveau.

Ziel ist es, die Hörer/innen in einen Zustand zu versetzen, in dem die Zeit zum Stillstand zu kommen scheint. Gleichzeitig sorgt der farbenreiche, differenzierungsfähige und ungewohnte Klang der vier Saxophone für ein ungewohntes und spannungsreiches Hörerlebnis. Der warme, volle Ton der Saxophone eignet sich ideal für die polyphone, auf die Harmonie des Klangbildes abgestimmte Verschmelzung der Stimmen, die ein zentrales Merkmal der Renaissancemusik darstellt.

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Kompositionen der Renaissance

Das Konzert wird eröffnet mit der „Missa da Pacem“ von Noel Bauldeweyn, einem 1480 geborenen flämischen Komponisten. Diese Messe mit ihren verschachtelten Imitationen und Kanons, aber auch überraschenden dissonanten Momenten, ist Bauldeweyns bekanntestes Werk. Der „Missa da pacem“ liegt eine gregorianische Melodie zugrunde, die in Bauldweyns Zeit als Friedensbitte am Ende des Messgottesdienstes gebräuchlich war. Bauldeweyns Kompositionstechnik erreicht in der „Missa da Pacem“ ihren Höhepunkt.

So knüpft auch das zweite Werk an das erste an: Josquins Desprezs „Missa L’homme armé super voces musicales“ beruht auf dem L’homme armé-Thema, einer bekannten und häufig verwendeten Melodie der Renaissancezeit. Im Gegensatz zu der eher asketischen „Missa da Pacem“ eröffnet diese zweite Messe eine bewegtere, wenngleich nicht weniger meditative und eindringliche Klangwelt. In diesem Werk zeigt Josquins Desprez seine kontrapunktische Kompositionskunst: Die Messe beinhaltet zahlreiche Mensurationskanons, d.h. jede Stimme spielt dieselbe Melodie in unterschiedlichen Tempi.

Josquin Desprez war ohne Zweifel der bedeutsamste und produktivste Komponist seiner Zeit: Aus seiner Feder sind 19 vollständige Messen, etwa 90 Motetten, 70 weltliche Werke und verschiedene Instrumentalkompositionen überliefert. Der Band „Misse Josquin“ aus dem Jahr 1502 – der erste Druck der Musikgeschichte, der nur Werke eines einzelnen Komponisten enthält – verbreitete Josquins Ruhm schon zu seinen Lebzeiten in weiten Teilen Europas.

Karten für die Veranstaltung am Samstag, dem 09. Juni 2018 um 20 Uhr zum Preis von 15,00 € sind erhältlich

  • bei der Bürgerstiftung unter 0151/21105147,
  • per Email unter kultur@buergerhausnorden.de,
  • auf der Homepage www.buergerstiftung-norden.de,
  • im SKN-Kundenzentrum (Neuer Weg 33, Norden) und
  • an der Abendkasse.

Veranstaltungsort: Bürgerhaus Norden, Am Markt 55, 26506 Norden

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