Digitalisierung und Kindheit

Am 19. April geht es in der Stadtbibliothek Norden darum, wie die Digitalisierung Kinder um den Verstand bringt und Bücher sie wieder erden können.

Im Rahmen der Norder Literaturtage hält Nikola Horn am Donnerstag, den 19. April um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Norden einen Vortrag mit dem Titel „Wie die Digitalisierung Kinder um den Verstand bringt und Bücher sie wieder erden können“.

Digitale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Bereits in der Grundschule, oft sogar schon im Kindergartenalter, sind digitale Medien, wie Tablets, Smartphones, PCs, Begleiter unserer Kinder. Eltern und Pädagogen machen sich zu Recht Gedanken darüber, wann und wie der richtige Zeitpunkt ist, um das Kind mit den digitalen Medien bekannt zu machen.

 

Medienkompetenz muss gelernt werden

Auch wenn unter den sechsjährigen bereits 42% täglich zum Handy greifen (Studie „Monitor Digitale Bildung“ Bertelsmann Stiftung 2017) stellt sich die Frage wie sinnvoll ist die Beschäftigung im Vor- und Grundschulalter? Auch wenn die Kinder schon sehr früh die Bedientechniken meist schnell und intuitiv erfassen, ist dies mehr ihrer angeborenen Neugierde auf Weltwissen, ihrer hohen Lernbereitschaft und Leistungsbereitschaft, gerade in diesem Alter, geschuldet.

Medienkompetenz muss gelernt werden und kann grundsätzlich nur gelernt werden, wenn die Entwicklung des Gehirns anregungsreich mit allen Sinnen gefördert wurde. Dabei ist die Vorbildfunktion von Eltern, Erziehern und Lehrern prägend und nicht zu unterschätzen, da Kinder vieles über Nachahmung erlernen.

Die Bertelsmann Studie zeigte weitere interessante Erkenntnisse: Nur wenige Grundschüler greifen bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben auf digitale Angebote zurück, sondern fragen lieber ihre Eltern oder Geschwister oder beim Lehrer nach. Die Kinder gaben an von den Suchergebnissen bei z.B. Google, überfordert zu sein. In der Studie berichten viele Schüler davon, dass sie Schwierigkeiten beim Schreiben auf der Computertastatur oder bei der Nutzung der virtuellen Tastaturen an Tablet und Smartphone haben. „Das Ergebnis erstaunt mich in keiner Weise,“ erklärt Nikola Horn „da dies ein deutlicher Hinweis darauf ist was Kinder in diesem Alter wirklich brauchen.“ Interessant waren an dieser Studie auch die Antworten der Kinder auf die Frage was sie bei einem Internetausfall tun würden. „Einfach was Anderes machen, wie zum Beispiel ein Buch lesen. Das hat immer Empfang.“

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Keine Verteufelung des Digitalen

Im Rahmen der Norder Literaturtage hält Nikola Horn am Donnerstag, den 19. April um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Norden einen Vortrag mit dem Titel „Wie die Digitalisierung Kinder um den Verstand bringt und Bücher sie wieder erden können“.

Dieser Vortrag dient nicht der Verteufelung der medialen Welt. Die Digitalisierung ist aus unserem beruflichen Alltag und den Studiengängen nicht mehr wegzudenken; es bereichert uns und erleichtert vieles. An diesem Abend geht es darum was Kindern in ihrer Lernentwicklung hilft um sie auf ein Leben mit digitalen Medien vorzubereiten und wie wichtig in diesem Prozess das Vorlesen und die Beschäftigung mit Büchern ist.

Nikola Horn ist systemisch psychologische Beraterin/Coach, mit dem Schwerpunkt Fachberatung für Kitas. Ihre pädagogische Arbeit begann vor 43 Jahren als Erzieherin und Leiterin verschiedener Kitas in Hannover und zuletzt in Friesland. Berufsbegleitend hat sie unterschiedliche Zusatzausbildungen und Studiengänge absolviert wie für Sprachtherapie, Analytische Tiefenpsychologie, als Systemische Familienberaterin und Leiterin für Familien- und Organisationsaufstellungen, sowie ein Studium zur Psychologischen Beraterin/Coach. Zurzeit angestellt beim Bildungswerk Niedersächsische Wirtschaft als Berufseinstiegsbegleiterin. Darüber hinaus ist sie als Märchenerzählerin unterwegs, so auch in der Stadtbibliothek Norden.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter 04931/ 923 353.

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