Herbstbilanz der Seenotretter

Seit Jahresbeginn haben die Ehrenamtlichen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger 1.901 Einsätze gefahren und 477 Menschen gerettet.

TV-Moderatorin Heike Götz hat das neueste Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwoch, 8. November 2017, in Warnemünde auf den Namen NIMANOA getauft. Das 10,1 Meter lange jüngste Spezialschiff der Seenotretter ist für die Station Damp bestimmt. Die ehrenamtliche „Bootschafterin“ stellte zudem aktuelle Einsatzzahlen vor: Auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 bereits 1.901 Mal im Einsatz gewesen. Die Besatzungen haben dabei 477 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit.

„Allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr“, wünscht Seenotretter-„Bootschafterin“ Heike Götz dem neuen Seenotrettungsboot NIMANOA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sie hat heute das Seenotrettungsboot für die Freiwilligen-Station Damp in ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern in Warnemünde getauft. Benannt ist es nach einer Sagengestalt, die Reisende auf See stets sicher zu ihrem Ziel navigieren lässt. (Foto: DGzRS – Die Seenotretter)

 

Neuer ehrenamtlicher „Bootschafter“ 2018

Durch ihre ehrenamtliche „Bootschafterin“ Heike Götz erfuhren die Seenotretter in den vergangenen Monaten auf vielfältige Weise wesentliche Unterstützung. Neuer Seenotretter-„Bootschafter“ im Jahr 2018 wird der Schauspieler Till Demtrøder, ein echtes Nordlicht, das auch im Segelboot auf Nord- und Ostsee zu Hause ist. Einem breiten Publikum ist der „waschechte“ Hamburger unter anderem durch seine langjährige Rolle als Zivilfahnder Henning Schulz in der ARD-Erfolgsserie „Großstadtrevier“ bekannt geworden.

 

Aus der Rettungsflotte

Die Indienststellung der NIMANOA ist Teil eines umfangreichen Neubau- und Umstationierungskonzeptes, mit dem sich die Seenotretter auf die Herausforderungen der nächsten Jahre vorbereiten. Etwa 30 Jahre sind die Rettungseinheiten im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee. Rein rechnerisch ergibt sich daraus der Bedarf, jährlich durchschnittlich zwei neue in Dienst zu stellen.

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2017 sind sechs neue Rettungseinheiten getauft und in Dienst gestellt worden beziehungsweise werden es bis zum Jahresende, darunter zwei 10,1 Meter lange Seenotrettungsboote für die Freiwilligen-Stationen Juist und Langeoog.

Mit der Modernisierung der Rettungsflotte sind umfangreiche Umstationierungen verbunden. So hat etwa die Station Lauterbach auf Rügen bereits die bisher auf Juist stationierte WOLTERA erhalten. Entsprechend ältere Rettungseinheiten werden außer Dienst gestellt und verkauft beziehungsweise an ausländische Schwesterorganisationen abgegeben.

 

Seenotretter hoffen auf Spendenbereitschaft

Hinsichtlich des Sammlungserlöses hofft die DGzRS zum Jahresende auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. In diesen Wochen wenden sich die Seenotretter wieder verstärkt an die Öffentlichkeit, um über ihre Arbeit zu informieren, die Menschen im ganzen Land um Unterstützung zu bitten und weitere Förderer ihrer Arbeit auf Nord- und Ostsee zu gewinnen. Sie sind auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen.

Rund 5.000 Plakate hängen bald an publikumsintensiven Plätzen mehr als 280 Orten. Die großformatigen Bilder zeigen u.a. einen Seenotretter der Station Norderney/Nordsee im Einsatz. Die Flächen dafür hat die awk Außenwerbung GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Einsatzzahlen an Niedersachsens Küste

Vom 1. Januar bis 31. Oktober 2017 haben die Besatzungen der rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote in Nord- und Ostsee bei insgesamt 1.901 Einsätzen (Januar bis Mitte Oktober 2016: 1.816 Einsätze)

• 58 (53) Menschen aus Seenot gerettet,
• 419 (530) Menschen aus drohender Gefahr befreit,
• 375 (258) Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen
zum Festland transportiert,
• 59 (41) Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
• 862 (954) Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
• 504 (463) Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

Allein die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und -boote haben bei 567 (497) Einsätzen sieben (zwei) Menschen aus Seenot gerettet und 75 (85) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

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