Erster Trend zur „Stunde der Gartenvögel“ 2017

Der NABU Ostfriesland zeigt sich nach der Vogelzählaktion am Muttertag hoffnungsvoll, dass die Schwalben sich erholen.

Gestern hat der NABU Ostfriesland eine erste Bilanz zur NABU-Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“ gezogen, in deren Rahmen am Muttertags-Wochenende Vogelfreunde auch in Ostfriesland zum dreizehnten Mal aufgerufen waren, alle innerhalb einer Stunde gezählten Gefiederten im Garten, Kleingarten oder Park zu notieren und an den NABU zu melden.

Bis Dienstagmittag haben in Ostfriesland über 380 (Nds: 4.700, D: 40.800) Vogelfreundinnen und Vogelfreunde bei der Stunde der Gartenvögel aus 220 (Nds: 2.900, D: 27.400) Gärten und Parks mehr als 7.500 (Nds: 112.000, D: 960.000) beobachtete Vögel gemeldet. Häufigste Art ist erneut der Haussperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Star. „Nach aktuellem Zwischenstand waren in diesem Jahr etwas weniger Vögel zu zählen am im vergangenen Mai, allerdings ist der Rückgang bei weitem nicht so stark wie im vergangenen Winter“, bilanziert Jan Schürings, NABU-Regionalgeschäftsführer Ostfriesland.

 

Schwankungen sind normal

Schönes Frühlingswetter mit nur wenig Regen machte es leicht, eine geeignete Zählstunde zu finden, dazu spülte eine Warmfront aus Süden größere Zahlen besonders spät ankommender Zugvögel ins Land. „Dieses Ergebnis bewegt sich innerhalb der normalen Schwankungen der bisherigen Zählergebnisse und ist eine willkommene Entwarnung nach dem bei der vergangenen Stunde der Wintervögel festgestellten auffälligen Fehlen von Vögeln am Futterhäuschen“, erklärt Jan Schürings. Die Winterzahlen lagen damals satte 17 Prozent unter dem Vorjahr.

Blaumeise (Foto: Erwin Bette / NABU)

Die erhoffte eindeutige Erklärung für das Fehlen der Wintervögel konnte die Mai-Zählung jedoch bisher nicht liefern. Waren die Winterzahlen unserer Meisenarten noch um 30 bis 60 Prozent niedriger als im Vorjahr, sind es nun zur Brutzeit lediglich 10 bis 20 Prozent. Dies passt sowohl zur Theorie, dass ein Großteil des Fehlens durch geringen Winterzuzug aus dem Norden und Osten verursacht wurde, als auch dazu, dass ein schlechter Bruterfolg 2016 die Ursache war.

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Überraschend haben die Schwalben bei der laufenden „Stunde der Gartenvögel“ von allen Arten den größten absoluten Zuwachs zu verzeichnen. Die eleganten Flieger scheinen sich in Ihren Beständen wieder etwas zu erholen.

„Wir bekommen durch diese Aktion Hinweise auf Trends bei den Garten- und Parkvögeln unserer Heimat und merken, dass sich viele Menschen intensiv mit der Vogelwelt, der Natur und dem Naturschutz beschäftigt haben. Und ein umweltpädagogischer Effekt ist auch noch gleich dabei: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die Vogelarten voneinander zu unterscheiden. Ein wunderbarer Aspekt in Zeiten schwindender Artenkenntnis! Denn nur was ich kenne, kann ich auch schützen!“, begründet der NABU-Regionalgeschäftsführer die Aktion.

 

Noch keine endgültigen Ergebnisse

Da die Ergebniseingabe noch bis zum 22. Mai möglich ist, kann der NABU Ostfriesland derzeit nur auf erste Trends zurückgreifen – diese sind aber bereits recht stabil. Demnach liegt nach dem Haussperling auf Rang 1, knapp vor der Amsel. Die Amsel ist jedoch, im Gegensatz zum Haussperling, in fast allen Gärten und Parks des Landes zu Hause. Es folgen Kohlmeise, Blaumeise und Star.

„In der Rangfolge können sich“, erläutert der NABU-Regionalgeschäftsführer, „durchaus noch Verschiebungen ergeben. Beobachtungen können noch bis einschließlich 22. Mai online oder postalisch gemeldet werden.“ Die Beobachtungen melden Sie bitte per Post (NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin) oder einfach im Internet unter: www.stundedergartenvoegel.de

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